Alle Infos zu Corona

Liebe Patienten,

Das Wichtigste zuerst: Wir sind weiter für die da und unterstützen Sie in der Betreuung mit Ihrer chronischen Atemwegserkrankung !

Aufgrund der aktuellen Lage müssen wir die Abläufe zum Teil ändern. Hier die wichtigsten Informationen im Überblick:

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Hauptübertragungswege sind die Tröpfcheninfektion, d.h. Abhusten von virushaltigem Material und Aerosole, die insbesondere in geschlossenen Räumen über längere Zeit in der Luft schweben können. Eine Übertragung durch Kontaktflächen spielt eine untergeordnete Rolle. Da unser Immunsystem dieses Virus noch nicht kennt, können ohne Infektionsschutzmassnahmen innerhalb kurzer Zeit viele Menschen gleichzeitig erkranken. In ca. 80 % der Fälle verläuft die Infektion mild, es gibt aber auch schwere Verläufe. Nachdem es zuletzt wieder zu einem deutlichen Anstieg der Infektionszahlen u.a. auch durch neu aufgetretene Virusmutationen kam, sollen durch die aktuellen Massnahmen die Ausbreitung des Virus deutlich verlangsamt werden.

Das Robert-Koch-Institut nennt besondere Risikogruppen. Der mit Abstand größte Risikofaktor ist das Alter. Durch ein schlechter differenziertes Immunsystem haben ältere Menschen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Weitere Risikofaktoren sind: Männliches Geschlecht, Rauchen und Vorerkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der Niere oder der Lunge, Diabetes mellitus, Krebserkrankungen sowie ein allgemein geschwächtes Immunsystem.

Es gibt mehrere Untersuchungen, die zeigen, dass Patienten mit gut eingestelltem Asthma bronchiale kein erhöhtes Risiko für schwer Verläufe haben. Ihre Asthmamedikamente, insbesondere das inhalierbare Kortison sollten Sie daher unbedingt weiter inhalieren, damit das Asthma weiter gut kontrolliert bleibt.

Impfungen gegen Pneumokokken schützen nicht vor schweren Verläufen von Covid-19, können aber u.U. eine nachfolgende bakterielle Lungenentzündung abmildern. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt aktuell eine Impfung für alle Menschen über 60 Jahren oder für Patienten mit chronischen Vorerkrankungen. Zur Zeit ist leider kein Impfstoff verfügbar.

Wir empfehlen allen Patienten über 60 Jahre oder mit chronischen Vorerkrankungen einmal im Jahr eine Impfung gegen Grippe (Influenza).

Impfungen gegen SARS-CoV-2 erfolgen aktuell noch in den dafür neu geschaffenen Impfzentren und seit April auch in den Hausarztpraxen. Sobald  Impfungen in unserer Praxis möglich sind, werden wir dies über unserer Homepage ankündigen. Aktuell werden nur Personen der 1. Priorität (über 80 jährige) und der 2. Priorität (über 70 jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen z. B. COPD, Lungenfibrose und Mukoviszidose) geimpft. Danach sollen Personen der 3. Priorität (über 60 jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, z. B. Asthma bronchiale) geimpft werden. Der Nachweis über Vorerkrankungen erfolgt über ein ärztliches Attest, welches wir Ihnen gerne ausstellen.

Sie Können sich die Einwilligungserklärung für mRNA- und Vekorimpfstoffe schon runterladen und ausfüllen:

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Downloads-COVID-19/Einwilligung-de.pdf?__blob=publicationFile

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Downloads-COVID-19-Vektorimpfstoff/Einwilligung-de.pdf?__blob=publicationFile

Auch Menschen mit Allergien in der Vorgeschichte wird eine Impfung gegen das Coronavirus empfohlen. Eine allergische Reaktion gegen einen Konservierungsstoff in dem mRNA Impfstoff ist äußerst selten (ca. 3-11 Fälle pro 1 Millionen Impfungen). Alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe (mRNA- und Vektorimpfstoffe) haben eine sehr hohe Wirksamkeit zur Verhinderung von schweren Verläufen von Covid-19. Nach der Impfung können insbesondere bei jüngeren Menschen grippeähnliche Symptome auftreten, die immer nach wenigen Tagen verschwinden. Dies ist eine zu erwartenden Reaktion des Körpers, die zeigt , dass sich das Immunsystem mit dem Erreger auseinandersetzt.  

 

Abläufe in der Praxis:

Die jetzt wichtigen Abstandsregeln halten wir ein. Dazu haben wir die Bestuhlung reduziert und weitere Wartebereiche geschaffen. Im Wartezimmer setzen wir einen Luftfilter ein, der die Aerosole zuverlässig aus der Raumluft reduziert. Es sind deutlich weniger Patienten gleichzeitig in der Praxis. Deswegen müssen Begleitpersonen zur Zeit vor der Praxis warten. Wir möchten Sie bitten, einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Wenn Sie einen Kontrolltermin haben, bieten wir Ihnen an, auch telefonisch mit dem Arzt zu sprechen. Rufen Sie an dem Tag des Termins einfach an. Sie werden dann mit dem Arzt verbunden oder wir vereinbaren einen Telefontermin. Rezepte können wir Ihnen dann zuschicken.

Sollten Sie generell Interessen an einer Videosprechstunde haben, lassen Sie es uns gerne wissen. Wir hatten dies zunächst eingeführt und dann wegen der geringen Nachfrage wieder eingestellt.

Im Schlaflabor finden Einstellungen auf CPAP statt. Ein Abstrich auf SARS-COV-2 muss einen Tag vor der geplanten Schlaflabornacht erfolgen.

Bei akuten Problemen ist es weiterhin möglich und sicher, in die Praxis zu kommen. Rufen Sie jedoch unbedingt vorher an, wenn Sie unter akutem Husten und Fieber leiden oder solche Symptome kürzlich hatten. Das weitere Vorgehen besprechen wir dann zunächst telefonisch. Abstriche auf das Coronavirus können auch ausserhalb der Praxen in den Testzentren durchgeführt werden. Hierfür ist ein Laborschein vom Hausarzt oder von uns erforderlich.

Hyposensibilisierungen und Injektionen von Biologika bei schwerem Asthma führen wir zu den gewohnten Zeiten durch.